Service-Navigation

Suchfunktion

Warndienst-Meldung Nr. 06 vom 18.05.2018

Datum: 22.05.2018

Warndienst-Meldung Nr. 06 vom 18.05.2018

Der lang ersehnte Niederschlag ist gefallen, die Böden sind meist gut durchfeuchtet und die Bestände können sich vom Trockenstress erholen. Für einige Teilflächen kam der Regen leider etwas zu spät und eine deutliche Ausdünnung der Bestände ist erfolgt.

In Sommergerste kann für die nächste Zeit die Abschlussbehandlung anvisiert werden. Meist befinden sich die Bestände in EC 39, das Fahnenblatt ist voll entfaltet. Aktuell ist der Krankheitsdruck noch eher moderat und die Abschlussbehandlung orientiert sich am Schwerpunkt Ramularia. Hierzu ist Amistar Opti bzw. Credo mit dem Wirkstoff Chlorthalonil fester Bestandteil dieser Maßnahme. Bitte denken Sie bei Credo an die Aufbrauchsfrist. Es empfehlen sich hier auf Standorten mit guter Wasserversorgung eine Tankmischung aus Carboxamidhaltigen – Mitteln wie z.B. Elatus, Adexar, Aviator, Ascra XPro, Champion+Diamant mit etwa der halben Aufwandwenge und der Zugabe von 1,0 l/ha Credo oder 1,25 l/ha Amistar Opti.

Auf Standorten mit ungesicherter Wasserversorgung kann günstiger mit 1,2 l/ha Credo oder 1,5 l/ha Amistar Opti behandelt werden. Für die Zugabe eines Insektizids gegen Getreidehähnchen etc. besteht keine Notwendigkeit.

In Winterweizen ist das Krankheitsauftreten derzeit noch meist in den unteren Blattetagen. Beobachten Sie dennoch die Bestände auf Gelbrost, im Kreis und am Zentralen Versuchsfeld zeigen sich Symptome vom Gelbrost. Die Niederschläge der letzten Tage führten zu Infektionen und der Zeitpunkt für eine Behandlung ist erreicht.

Für eine Einmalbehandlung bieten sich Carboxamid – haltige Mittel wie z.B. Aviator, Ascra, Input X-Pro, Elatus Era, Seguris Opti, Adexar oder Ceriax an. Ebenso die bewährte Mischung aus Champion + Diamant.
Bei einer Einmalbehandlung kann keine Reduktion der Aufwandmenge erfolgen, die Aufwandmenge wird für die Dauerleistung der Produkte gebraucht.
Setzen Sie Mittel mit Carboxamid nur einmal in der Spritzfolge ein.

Wird eine Ährenbehandlung auf z.B. Maisvorfrucht eingeplant so kann die Mittelmenge auf etwa 70% reduziert werden und mit der Ährenbehandlung erfolgt die Verlängerung des Fungizidschutzes. Hier bieten sich jetzt zum Blattschutz Tankmischungen aus z.B. Amistar Opti + Folicur oder

Credo + Folicur an. Brauchen Sie im Weizen oder in der Sommergerste die Restmengen an Credo auf.

Mais: Geben Sie den Beständen 1-2 Tage Zeit um eine ausreichende Wachsschicht aufbauen zu können. Aufgrund der Bodenfeuchte bieten sich Tankmischungen mit Bodenherbiziden an, bzw. die Bodenwirkung der Mittel wird ermöglicht. Hierzu eignen sich z.B. Elumis + Peak + Dual Gold oder Spectrum Komplett Pack oder MaisTer Power. Bei diesen Mitteln/Packs erhalten Sie eine breite Wirkung inclusive Ackerfuchsschwanz und Hirsen.
Disteln, Ampfer und Winden werden am sinnvollsten über eine Spätbehandlung mit Mitteln wie z.B. Arrat + Dash oder Disteln mit Effigo, Vivendi oder Lontrel erfasst.

Beachten Sie die Auflage bei Nicosulfuron, sollte Mais nach Mais folgen, dass der Wirkstoff nur einmal in zwei Jahren auf derselben Fläche angewendet werden darf.

gez. Bahnmüller

 

Fußleiste